Der Lupus Erythematodes (LE) ist eine
Autoimmunerkrankung, die zum rheumatischen Formenkreis gehört und meist
schubweise verläuft. Er kann sich auf die unterschiedlichsten Organe
auswirken, wobei Haut und Gelenke am häufigsten betroffen sind.
Bei
Autoimmunerkrankungen bekämpft das Immunsystem den eigenen Körper: Das
Gewebe bildet Antikörper gegen körpereigene Bestandteile. Das ist die
Ursache für die Beschwerden beim Lupus.
Die Diagnose bleibt
eine Herausforderung auch für den erfahrenen Rheumatologen, weil die
Krankheit viele Gesichter hat. Sie reicht von Einzelsymptomen bis zu
einem ausgeprägten Krankheitsbild mit Beteiligung zahlreicher Organe.
Bis
heute ist unklar, durch welche Vorgänge das Immunsystem außer Kontrolle
gerät. Man vermutet ein Zusammentreffen mehrer Faktoren wie z.B.
Vererbung, Umwelteinflüsse, Hormone, Medikamente oder Sonneneinwirkung.
Frauen im gebärfähigen Alter sind 10 Mal häufiger betroffen als Männer.
Dank
der Fortschritte in der Medizin ist ein Lupus heute viel leichter
diagnostizierbar. Die Krankheit ist zwar bis heute nicht heilbar, kann
aber medikamentös sehr gut unter Kontrolle gebracht werden, sodass für
Betroffene weitgehend ein normales Leben, für Frauen auch mit
Familienplanung, möglich ist.
|
|
Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 13. April 2010 )
|