Therapie

Je nach Schwere der Erkrankung werden verschiedene Medikamente eingesetzt. Nur bei ganz leichten Verläufen ist keine medikamentöse Behandlung notwendig. Wichtig ist eine gute Basistherapie, um weitere Schübe und ein Übergreifen auf weitere Organe zu verhindern. Die Basistherapie wird meist mit Cortison und/oder Schmerzmitteln kombiniert.

Antimalariamittel:
Antimalariamittel wie z.B. Resochin ® werden meist bei leichten Verläufen und Hautbeteiligung eingesetzt. Die Wirkung tritt erst nach 3 - 6 Monaten ein. Wichtig ist hierbei vor allem die regelmäßige Kontrolle durch den Augenarzt.

Immunsuppressiva:
Immunsuppressiva wie z.B. Imurek ®, Sandimmun ®, MTX ® oder Endoxan ® sind die nächste Stufe der Behandlung und vor allem bei Patienten mit Organbeteiligung verwendet. Diese Medikamente unterdrücken das Immunsystem.

Cortison:
Cortison ist ein Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet wird. Künstliche Verbindungen daraus (z.B. Aprednislon ®) werden als Cortisonpräparate bei der Behandlung des Lupus eingesetzt, um die Entzündungsaktivität im Körper und die Überreaktion des Immunsystemes zu stoppen. Vielfach haben Patienten Angst davor, Cortison einzunehmen, da viele Gerüchte über Nebenwirkungen kursieren.

Schmerzmittel:
Als Schmerzmittel stehen Altbewährtes wie Voltaren ® oder Movalis ® und neuere Medikamente wie z.B. Celebrex ® zur Verfügung.

In Arzneimittelstudien werden immer wieder  neue Medikamente und Verfahren erprobt.

Es gibt zahlreiche Wirkstoffe, die einen Lupus negativ beeinflussen können und daher nicht oder nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden dürfen. Deshalb ist es für Lupus-Patienten immer wichtig, den Beipackzettel aufmerksam zu lesen. Besondere Vorsicht ist vor (auch homöopathischen) Medikamenten geboten, die das Immunsystem ankurbeln (z.B. Echinacin).

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Krankheitsmanagement

Diagnose und Therapie eines Lupus erfordern eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Patienten und seinen Ärzten. Dieses Team sollte je nach Organbefall unterschiedlich zusammengesetzt sein und kann aus Internisten, Rheumatologen, Dermatologen, Urologen, Pulmologen, Augenärzten etc. bestehen.

Ein Teil dieses Teams ist der mündige Patient, denn schließlich geht es um den eigenen Körper und die eigene Gesundheit. Der mündige Patient verlangt nach Information und Aufklärung, stellt Fragen und wird notfalls auch richtig "lästig"!
Es ist also wichtig, über die eigene Erkrankung bescheid zu wissen, Befunde zu sammeln und sich über Therapiemöglichkeiten zu informieren. Auch sollte der Arzt umfassend über den Zustand des Patienten informiert werden, denn auch Probleme, die dem Patienten unwichtig erscheinen, können für den Arzt und die Behandlung wichtig sein!